MV Agusta
Die Geschichte der Brutale - von der 750 bis zur 1090
Die Brutale wurde 2001 mit einem 750er Motor gebaut und erregte sofort Aufmerksamkeit in der Welt des Motorradsports, wo man begeistert war, aber auch so unersättlich, dass MV sofort weiter in Richtung größerer Extreme drängte, immer auf der Suche nach absoluter Leistung. 2003 gab es die erste Veränderung. Die 910S hatte 12 PS mehr als die 750 mit ihren 139 PS, und ein Drehmoment von fast 99 Nm vervollständigte zusammen mit der Erhöhung um 160 ccm die Änderungen. Die R-Modelle waren noch leistungsstärker — 144 PS mit Rennauspuffanlage; ein professionelles Rolling Chassis mit Radialbremsen, geschmiedeten Felgen und TiN-behandelter Vorderradgabel sowie einem Motor, der Geschwindigkeiten von bis zu 263 km/h erreichte.
2007 fand die zweite Evolution statt: Der Motor wurde noch größer, aus der 910S wurde die 989R, und das aggressivste Modell nannte man 1078RR. Diese Modelle brachten mit 142 bzw. 147 PS unglaubliche Leistungen, bei Drehmomenten zwischen 100 und 114 Nm und einer Spitzengeschwindigkeit von etwa 267 km/h. Jedes Modell hatte ein anderes Rolling Chassis, wobei die „Profivariante“ gesteigerte Leistung aufweisen konnte. Im Laufe der Jahre behielt das Gesicht der Brutale stets seinen Ausdruck bei; nur das Muskelspiel sorgte für mehr Kraft und Athletik, wobei es immer zwei Ausführungen gab, das Basismodell und die sportliche Variante. Im Laufe seiner Geschichte machte sich das Bike für limitierte Modelle ganz besonders fein. Die „Serie Oro“ debütierte als Erste, mit einer Sonderanfertigung der 750 ganz in Rot, in limitierter Herstellung von nur 300 Einheiten weltweit. Die Serie Oro wurde zusammen mit dem ersten Standardmodell der MV als Naked Bike präsentiert.
Nach dem italienischen Sieg bei der WM 2006 wurde die Italia Edition herausgebracht, ein Nachbau für Motorradbegeisterte und Sammler der limitierten Edition der Brutale, den Claudio Castiglioni als Chef von MV Agusta für jeden italienischen Nationalspieler vorgesehen hatte. Es wurden nur 124 Stück gebaut, alle in Hellblau mit dem stolzen Schriftzug „Weltmeister“. In jüngerer Zeit gab es dann die „Hydrogen“ (100 Einheiten), die in Zusammenarbeit mit der Bekleidungsfirma desselben Namens geschaffen wurde und nicht nur bei MV Agusta-Händlern, sondern auch bei den luxuriösen Boutiquen dieser prestigeträchtigen Modemarke erhältlich ist. Die neueste Kreation ist die „Wally“, Ergebnis eines Co-Branding-Projekts mit dem größten Yachtbauer, dem in Monte Carlo ansässigen Unternehmen Wally. Es wurden nur 118 Stück hergestellt, eine Anspielung auf die 118 Fuß lange, außergewöhnliche Wally-Yacht, die international zu einer Ikone unter den Luxusschiffen wurde.
Quelle: MV Agusta
Die Brutale 2010 Modelle
Die erste Brutale hatte ihren Auftritt vor fast zehn Jahren, ein prestigeträchtiges Naked Bike, das durch sein Design, seine Kraft und seine Geschwindigkeit faszinierte. Dank seiner einzigartigen und unverwechselbaren Merkmale wurde es weltberühmt und gewann als schönstes Motorrad des Jahres begehrte Preise.
15.400 Einheiten der Brutale sind einschließlich Sonderanfertigungen weltweit verkauft worden. Die Identität des Bikes blieb zeitlos, auch dank der sagenhaften Renntradition von MV Agusta. Die 38 Fahrer-WM-Titel und 37 Siege als Hersteller - errungen mit Hilfe der Motorradfahrer-Legende Giacomo Agostini – stehen für die Fähigkeit des Unternehmens, unter Extrembedingungen zu arbeiten, aber auch für seine große Rennleidenschaft.
Die Brutale geht mit den 2010er-Modellen 990R und 1090RR bis an die Grenzen von Forschung und Technik. Mit Bauteilen, die dem allerneuesten Stand der Technik entsprechen, bietet die Brutale 2010 von der Kritik gefeierte Leistung, aber auch Fahrkomfort, ganz nach dem Motto „Made in MV“: Bauteilen von herausragender Qualität verpflichtet, in genau dem Design, bei dem MV Agusta ganz vorne mitspielt. Dank der „leichten“ Bedienung kann die Brutale mit den japanischen Naked Bikes konkurrieren: Sie ist wendig und reagiert instinktiv auf den Fahrer. Auf der Rennstrecke bringt sie großartige Leistungen, ihre ausgesuchte Eleganz und ihr Charme begeistern sogar den zufälligen Bewunderer.
Um das zu erreichen war es nötig, 85 % der Komponenten zu ersetzen, aber die neue Brutale bewahrt die wesentlichen stilistischen Merkmale früherer Modelle. Die 990R und die 1090RR sind nicht nur neu gestylt worden; vielmehr hat bei MV Agusta eine stille Revolution stattgefunden.
BRUTALE 2010 - ein neues Zeitalter
Von dem alten Brutale-Modell ist nicht mehr viel geblieben, denn 85 % der Teile wurden vollständig neu entworfen. Von der Ästhetik über den Motor bis hin zum Rolling Chassis entspricht keine Komponente mehr denen der Vorgängermodelle.
Zu den neuen Bauteilen gehören:
- Felgen vorne / hinten, gegossen oder geschmiedet
- Scheibenbremse vorne
- Innenteile der Aufhängungen (Öldynamik und Vorderradgabelkomponenten)
- Kombinationsinstrument (Design, logische Definition und Informationsverarbeitung)
- Bremspumpe mit integriertem Tank
- Scheinwerfer
- Spiegel mit Blinkern
- Lenker
- Griffe
- Lenkungsdämpfer
- Kraftstoffpumpe
- Tankverschluss
- Hinterraddämpfer (Öldynamik und Innenbauteile)
- Einarmschwinge hinten
- Blinker hinten
- Rücklicht
- druckgegossener hinterer Rücklichthalter
- Radnabe hinten, dauerformgegossen und geschmiedet
Viele dieser Teile wurden nicht bei Zulieferern am Markt eingekauft, sondern von MV Agusta konstruiert und gefertigt, wodurch technische und ästhetische Perfektion möglich wurden. Von allen Herstellern weltweit verfolgt nur MV Agusta wie besessen die perfekte Ästhetik beim Design der Bauteile, denn das Ziel des Unternehmens ist es, auch das schön aussehen zu lassen, was bei anderen nur funktioniert.
Und dafür ist die Brutale ohne Übertreibung das beste Beispiel auf dem gesamten Markt.
Quelle: MV Agusta












